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Prädikat Extraklasse: Bicycle Culture 2.0 – Mikael Colville-Andersen bei der VELOBerlin

Warum fahren in Amsterdam und Kopenhagen mehr Frauen Rad als Männer? Und warum ist das fast überall auf der Welt genau anders herum? Die Antwort darauf ist so einleuchtend wie simpel: Der Frauenanteil unter den Radfahrern zeigt, ob eine Stadt gute Bedinungen für den Radverkehr bietet oder nicht.

Diese These ist eine der Hauptaussagen aus dem Vortrag von Mikael Colville-Andersen, der am vergangenen Freitag als Key Note Speaker den Fachkongress Metromobile im Rahmen der VELOBerlin eröffnet hat. Wir stellen hier den gesamten Vortrag sowohl als Youtube-Video (in drei Teilen, Teil 2 + 3 am Ende des Beitrages), als auch als Slideshow zur Verfügung. Wie aber schafft man gute Bedingungen für Radverkehr? Auf diese Frage gibt Mikael Colville-Andersen die einzige Antwort, die nach einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Thema übrig bleibt (angesichts von 27 % bzw. 20 % Radverkehrsanteil in den Niederlanden und Dänemark): „Don’t waste money ignoring 40 years of tried & tested best practice in Denmark & Holland.“

Ziemlich flott haben die Macher der VELOBerlin den mit Abstand besten Vortrag des Tages ins Internet geladen. Die Qualität der Aufnahme lässt zwar noch Verbesserungspotential für das nächste Jahr, aber hier geht es ja um Inhalte. Um es kurz zu machen: wenn es einer versteht, Fahrradkultur, Radfahren und urbane Mobilität richtig zu vermarkten, dann ist es Mikael Colville-Andersen. Wer sich auch nur ansatzweise für diese Themen interessiert, der sollte sich die Zeit nehmen und diese Vorträge anschauen: Prädikat Extraklasse!!

 

Kritisch an die Macher der VELOBerlin gerichtet ist anzumerken, dass ALLE Vortragenden beim Kongress männlich waren. Ein Umstand, der eigentlich ziemlich unglaublich ist bei einer Veranstaltung, wo der Hauptredner des Tages den Frauenanteil beim Radverkehr als einen Indikator für gute Radverkehrspolitik aufzeigt. Also, liebes Velokonzept-Team, die ihr ja selbst hauptsächlich weiblich seit: Nächstes Jahr bitte eine etwas ausgewogenere Redner-Mischung, es gibt doch bestimmt auch ein paar Frauen, die zum Thema etwas zu sagen haben… (zur Not muss die Chefin selbst ran…).

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