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Bruchstück einer Sauciere – Fundstück auf einem der Berliner Trümmerberge

Im Druck. Mont Klamott von Caroline Böttcher

Hier bestellen Buchpremiere: 14.09.2025 um 14:00 Uhr Ort: Mitte-Museum, Pankstraße 47, 13357 BerlinBuchpremiere mit den Autorinnen Caroline Böttcher, Luise Meier und Annika Wienert Am 8. Mai 2025 jährte sich das Kriegsende zum 80. Mal und damit auch der Beginn einer drastischen physiognomischen Veränderung Berlins: Die Aufschüttung von unverwertbaren Kriegstrümmern ließ in der Stadt 20 künstliche Erhebungen wachsen. Der Teufelsberg mit seiner Höhe von 120 Metern ist der größte dieser sogenannten „Trümmerberge“. Durch die planvolle Aufschüttung und die Anpassung der Schuttmengen...
Haus Marlene Poelzig, 1932, Entwurf: Marlene Poelzig

Out now! Haus Marlene Poelzig, Berlin. Abriss und Aufbruch

Neu im Urbanophil Verlag – Haus Marlene Poelzig, Berlin. Abriss und Aufbruch. Im Mittelpunkt des Buches steht die Architektin und Bildhauerin Marlene Poelzig (1894–1985) und das Haus, das sie 1929/1930 für sich und ihre 5-köpfige Familie im Grunewald entworfen hat. Am 28. Juni 2025 ab 18:30 Uhr feiern wir im Rahmen des Festivals Women in Architecture die Book Release im Babylon Berlin. Kommt vorbei! Eine herzliche Einladung! Herausgegeben wird die Publikation von der Initiative Haus Marlene Poelzig, die sich im Jahr 2020...
Zitadelle Spandau, Kopf der Lenin-Statue von Lew Kerbel

Searching for Lenin’s Head 

Als Rick Minnich im Jahr 1994 mit seinem Filmteam den riesigen Kopf der Ost-Berliner Leninstatue ausgrub, um den Kurzfilm „The Book of Lenins“ zu drehen, warfen einige ihm vor, er sei ein Grabräuber. Vor zehn Jahren, als der Kopf dann offiziell ausgegraben wurde, um seitdem in der Ausstellung „Enthüllt“ in der Spandauer Zitadelle gezeigt zu werden, machte Minnich wieder Schlagzeilen. Der US-amerikanische Filmemacher beobachtet den Umgang der Nachwendedeutschen mit ihren politischen Denkmälern mit einem Augenzwinkern – und arbeitet derzeit an...
Rainer Gerhard Rümmler am Eingang zur Zitadelle Spandau, ca. 1985. Fotograf unbekannt, Privatbesitz.

Seit 40 Jahren unterirdisch gut nach Spandau

Am 1. Oktober 1984 betrat der damalige Bürgermeister des Berliner Bezirks Spandau, Werner Salomon, zusammen mit einer historisch kostümierten Schützengilde den U-Bahnhof Zitadelle und übergab einer Delegation Berliner Politiker feierlich einen riesigen Schlüssel und ein Dokument mit Band und Siegel. Fortan, so steht es auf dem Papier, habe die BVG „das besondere Recht,“ nach Spandau „auf unterirdischen Wegen sowohl ein- als auch ausfahren zu dürfen.“ Ein paar U-Bahnhöfe weiter begrüßte bereits der Bundeskanzler Helmut Kohl bei Erbsensuppe und Freibier die...
Spender für die Rekonstruktion der Westfassade (Bild: Initiative Schlossaneignung, 2024)

Wider der Verherrlichung von Geschichte in der Berliner Mitte

Die Initiative Schlossaneignung fordert mit einer Petition an den Deutschen Bundestag, die mit dem Nachbau der Berliner Schlossfassaden erfolgte Geschichtsverzerrung zu beenden. Spender der Südfassade der Schlossrekonstruktion (Bild: Initiative Schlossaneignung, 2024) Seit dem Abriss des Palasts der Republik wird in der Berliner Mitte die Schaufassade des preußischen Königshauses und des Deutschen Reichs präsentiert. Dies ist einseitig und verherrlicht die preußische Geschichte, denn das Schloss stand immer auch für das koloniale Expansionsbestreben Preußens und des Deutschen Kaiserreichs, auch innerhalb Europas. Gleichzeitig...
Miss Read 2024 Logo

Urbanophil @Miss Read

Nächstes Wochenende, 11.-13. Oktober 2024, sind wir bei der Miss Read: The Berlin Art Book Fair & Festival im Haus der Kulturen der Welt. Die Messe findet seit 2009 im HKW statt. In diesem Jahr nehmen mehr als 340 Verlage aus mehr als 50 Ländern teil, Urbanophil ist einer von ihnen. Miss Read ist eine der größten Kunstbuchmessen der Welt und bietet neben grandiosen Büchern und interessanten Begegnungen mit großen und kleinen Verlagen ein umfangreiches Programm, beispielsweise den Conceptual Poetics...
Flyer der Konferenz „Modern Housing Postwar – Cities of Tomorrow“, 14.-15. Oktober 24, Halle (Bild: Triennale der Moderne)

Modern Housing Postwar – Cities Of Tomorrow?

Mittlerweile ist Halle-Neustadt wahrscheinlich das bekannteste Geburtstagskind des Jahres. 60 Jahre wird sie alt und das wird das ganze Jahr über in verschiedenen Formaten gefeiert. Trotz der vielen Feste bleibt es spannend und man muss man immer wieder auf ein weiteres Event hinweisen. Hier nun die internationale Konferenz „Modern Housing Postwar – Cities Of Tomorrow?“, die am 14. und 15. Oktober 24 unter dem Dach der Triennale der Moderne in Halle-Neustadt stattfindet. Thema der Konferenz sind Wandel und Zukunftsfähigkeit von...
Maschinenhaus Kulturbrauerei Berlin Prenzlauer Berg

Berlin Premiere: Ceilidh

Die Tore sind bereits geöffnet. Urbanophil ist neugierig. Und bislang noch unwissend. Unsere Autorin Kerstin Stamm (Ferragosto. Das ist kein Fotobuch) hat uns damit überrascht, dass sie neben ihrer Liebe zum hochsommerlichen Rom noch eine weitere internationale urbane Leidenschaft hat: die schottisch-irische Tanz-Tradition des Ceilidh. Dazu wird sie allerdings kein Buch bei uns veröffentlichen, sondern lädt zum Mittanzen ein. Und hat kurzerhand den ersten regulären öffentlichen Ceilidh Berlins organisiert. Der erste Ceilidh findet nun am 17. Oktober im Maschinenhaus in...
Ferragosto von Kerstin Stamm vor den Flyern zur Ausstellung Faszination Rom im Kupferstichkabinett Berlin

Ferragosto im Kupferstichkabinett

Ein Skizzenbuch aus dem 16. Jahrhundert trifft auf kein Fotobuch aus dem 21. Jahrhundert. Am 1. August, wenn in Rom der Monat des Ferragosto – der Hochsommer – beginnt, laden das Kupferstichkabinett und Urbanophil zu einer Begegnung zweier unterschiedlicher Romrezeptionen ein. Vor Maarten van Heemskercks Zeichnungen aus dem beginnenden 16. Jahrhundert sprechen die Kuratorin der Ausstellung „Faszination Rom“, Dr. Christien Melzer, Kupferstichkabinett, und die Kunsthistorikerin Kerstin Stamm — Autorin des bei Urbanophil erschienenen Buches Ferragosto. Das ist kein Fotobuch —...
Céline Condorelli, Play for Today, installation view, École de la Porte d'Eau, 2022. Photograph by Caroline Douau © FRAC Grand Large

Selber spielen statt nur dabei

Während der Fußball-EM bietet der Martin-Gropius Bau auf seiner Freifläche zwischen Stresemannstraße und Niederkirchnerstraße mit „Radical Playgrounds“ einen Freiraum zum Spielen. Der Kunstparcours, erbaut von raumlabor, eröffnete Ende April und wird sich noch bis zum 14. Juli durch eine Reihe von offenen Workshops weiterentwickeln. Gemeinsam verwandeln dabei Architekt*innen, Künstler*innen, Mediator*innen, Forscher*innen, Nachbar*innen und Besucher*innen den Parkplatz des Museums in einen öffentlichen Begegnungsraum. Céline Condorelli, Play for Today, installation view, École de la Porte d’Eau, 2022. Photograph by Caroline Douau ©...