Stalinismus und Wegzugsprämien? Zumindest, wenn es nach dem brandenburgischen Finanzminister Rainer Speer (SPD) geht, kann man hier einen Zusammenhang finden. Denn dieser kommentierte einen Vorschlag des Berlin-Institutes von Wegzugsprämien für schrumpfende Regionen in Brandenburg mit mit der Aussage, dass ihn das an „stalinistische Politikansätze“ und Zeiten erinnert.

So hat das Berlin Institut im Rahmen eines vom brandenburgischen Landtag in Auftrag gegebenen Gutachten – neben weiteren Vorschlägen – geschrieben, dass man in Regionen, wo „kein anderer Impuls möglich ist“, die Menschen „zum Abwandern […] motivieren“ müsste. „Dies könnten etwa Prämien für das Verlassen einer sich entleerenden Region sein“ (S.30).

Man kann ja von einem solchen Vorschlag halten was man will, aber wer zu solchen Kommentaren geift, der ist wohl nicht der Richtige, um mit neuen Ideen und kreativen Ansätzen die Herausforderungen konstruktiv zu bewältigen. Aber vielleicht bringt der vielfältigt diskutierte und kommentierte Vorschlag (1, 2, 3) neuen Wind in die Diskusion um „Gieskannenprinzip“, „Stärken stärken“ und „Naturpark Brandenburg“.