Blog

Die Stadt im Dorf lassen

Moderne Kirchen in Frankfurts Speckgürtel Ein Gastbeitrag von Karin Berkemann Es ist etwas Merkwürdiges mit der Stadt: Wer drinnen ist, will möglichst bald aufs Land (Marmelade kochen/Schafe züchten/Yoga lehren). Wer draußen ist, will unbedingt mit der Stadt gleichziehen (Marmelade kaufen/Balkonkatzen halten/Tango lernen). Von diesem Zwiespalt sind auch die Kirchengemeinden nicht frei, die sich im Speckgürtel größerer Städte wie Frankfurt zu behaupten suchen. Als es die wirtschaftswunderlichen Jahrzehnte nach dem Krieg möglich machten, wurde daher vielerorts mit einem neuen Gemeindehaus „aufgerüstet“....
Postkarte von neudeuter zur FH Potsdam

Potsdam: Ist das Stadt oder kann das weg?

Nicht nur, aber doch extensiv in Potsdam kommt so einiges weg und so einiges (wieder) hin. Die architektonische, städtebauliche und urbane Qualität scheint bei einigen Projekten mitunter paradox verzwirbelt und bleibt gleichsam unausgefochten: ohne qualitative Diskussion steht fest, dass das Stadtschloss schön ist und wieder her muss und dass die FH hässlich ist und damit weg muss. Ähnliches gilt für die Bauten auf dem Brauhausberg, das Maritim-Hotel und eine Reihe von Triumphbögen etc. Nun lädt das Kuratorenteam neudeuter „ein zum...

Utopias and Realities: Socialist Modernism. Ein Tagungsbericht

Das Collegium Hungaricum Berlin organisierte mit dem Forum Translations of Modernism am 28. und 29. April die internationale Konferenz „Utopias and Realities: Socialist Modernism“. Unsere Gastautorin Katharina Sebold war dabei und von der hohen Qualität der Beiträge und dem Neuheitswert der Informationen begeistert. Ihren Tagungsbericht möchten wir daher mit urbanophilen Lesern teilen. (mehr …)
Hochhäuser am Rio Madrid

urbanoREISE #1 – Madrid

Ob Spanien oder Italien, Hauptsache Madrid. von Verena Pfeiffer-Kloss und Anna Galda Madrid ist bekanntlich die Hauptstadt Spaniens. 3 Millionen Menschen sind hier gemeldet, 5.000 teilen sich jeweils einen Quadratkilometer der hügeligen Stadtfläche. So ist Madrid dicht bebaut und oftmals auch ziemlich in die Höhe strebend. Die Straßen schlängeln sich beinahe arabisch und sind doch lange, weitläufige und sonnige städtische Bühnen. Auf den Kopfsteinpflastern der kleineren Straßen und an den Rändern der Plätze hat kaum ein Auto Platz, entsprechend ungestört...

Metasprache des Raums

  Metasprache des Raums – so der Titel des neu erschienenen Buchs zu Eckhard Schulze-Fielitz. Und tatsächlich scheint die Stukturierung des Raumes entlang unsichtbarer geometrischen Linien als das verbindende Element im Werk des 1929 in Stettin geborenen Architekten: vom frühen Erfolg des Landeshauses in Köln über seine abstrakten Raumstudien und im Luftraum angesiedelten Städte in den Sechziger Jahren bis hin zur Siedlung Ach, der, so Schulze-Fielitz, „gelandeten Raumstadt“. (mehr …)