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Vernissage: Das verborgene Architekturerbe der Alliierten

Am 24. Oktober 1950 wurde im Rathaus Schöneberg – damals Sitz des Regierenden Bürgermeisters von West-Berlin – die Freiheitsglocke eingeweiht. Die Freiheitsglocke ist ein Geschenk der Amerikaner, das am kommenden Samstag nun 70 Jahre alt wird. Meist etwas jünger aber mittlerweile ebenso ein Geschenk an die Stadt Berlin sind auch zahlreiche der Bauten, die die Alliierten in der geteilten Stadt errichtet haben. Viele dieser Bauten sind Denkmale der internationalen Nachkriegsmoderne in Berlin, die meisten sind heute öffentlich genutzt. Während einige unter ihnen wie das Kino Aiglon (Foto: Mila Hacke), das Amerika-Haus oder das Marshall-Haus recht bekannt sind, werden viele dieser...
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Architecture Exhibitions Weekend

AEW Am 20. und 21. Juni 2020 findet zum dritten Mal das Architecture Exhibitions Weekend in Berlin statt. An diesem Wochenende zeigen unterschiedliche Galerien und Institutionen ihre Ausstellungen zu architektonischen bzw. städtischen Themen und öffnen am Wochenende von 12 bis 18 Uhr ihre Türen. Die Austellung im Deutschen Architektur Zentrum DAZ „Swim City” beschäftigt sich mit dem Flussschwimmen in Städten und die BDA-Galerie zeigt mit „Gemeinschaft als Modell” Architekturmodelle, die das Thema der Gemeinschaft in diversen Formen repräsentieren. Mit „Water Garden by Junya Ishigami“ und „Natascha Paulick – Granddaughter Meets Grandfather“ zeigen das Architekturforum AEDES und die Architektur Galerie Berlin...
Das Werk "Flowing Roofline", 2018, der französischen Künstlerin Laure Catugier.

“Habitat Happy – 300 m², cozy, short term” – Ausstellung und wandelnde Konferenz

In einem gesellschaftlichen Umfeld, in dem Mieterhöhung, Verdrängung und Entmietung zu immer größer werdenden Ängsten einer breiten Bevölkerungsschicht gehören, entfaltet Kunst ihr unmittelbares Wirkungspotenzial: auf 300m², (nicht ganz so) cozy, (aber) short term in der Galerie neurotitan im Haus Schwarzenberg e.V. Die Besichtigung von HABITAT HAPPY beginnt am Samstag, 15.12.18, 19 Uhr, und zeigt in einer Gruppenausstellung unterschiedliche Perspektiven auf Wohnraum, u.a. aus Mexiko, Korea, Albanien, Brasilien. Im Rahmenprogramm besteht die Möglichkeit, selbst wohnungskünstlerisch aktiv zu werden:  (mehr …)

Essbare Piazzetta – Food Revolution im Kunstgewerbemuseum Berlin

Die Piazzetta am Kulturforum wird ab Donnerstag, 17.05.18 in einen essbaren Garten verwandelt – Verweilen und Miternten erwünscht. Das Kunstgewerbemuseum Berlin an der Piazzetta wird dabei zum künstlerisch-wissenschaftlichen Labor für neue Denk- und Praxismodelle zur Zukunft des Essens und Wohnens. Food Revolution 5.0. Gestaltung für die Gesellschaft von morgen heißt die Ausstellung, für die über 30 internationale Designer*innen wie Martí Guixe, Ton Matton, Chloé Rutzerveld, Werner Aisslinger, Julia Lohmann, Marije Vogelzang, Maurizio Montalti, Austin Stewart, Johanna Schmeer, Silke Riechert oder Carolin Schulze Ideen und Visionen zur  Transformation unseres Ernährungssystems entworfen haben. Statements,  spekulative Projekte, mögliche Zukunftsszenarien...  
Brigitte Parade / Christoph Parade: Gymnasium, Hückelhoven, Deutschland, 1963{Entwurf}–1974. Foto: Christoph Parade ca. 1974

Buchrezension: SOS Brutalismus

Betonmonster im Leinengewand Mehrere hundert nagelneue Seiten Architekturgeschichte liegen auf dem Tisch. Oben rechts auf dem Buchcover prangt leuchtend rot „SOS“. Der Hilferuf gilt den Bauten des Brutalismus, von denen zahlreiche in dem Buch „SOS Brutalismus. Eine internationale Bestandsaufnahme“ vorgestellt und analysiert werden. Das Buch wurde herausgegeben von Oliver Elser, Philip Kurz und Peter Cachola Schmal (DAM) und ist 2017 bei Park Books erschienen. Es ist die Dokumentation eines gemeinsamen Projektes des Deutschen Architekturmuseums und der Wüstenrot Stiftung, das eine umfassende Auseinandersetzung mit dem Brutalismus zum Ziel hat. Die Herausgeber reagieren mit dem Buch auf das gestiegene Interesse in der...
Churchill Gardens Estate, Pimlico London, 1978 © John Donat - RIBA Library Photographs Collection

The Brutalist Playground

Für alle urbanophilen Eltern und Kinder, denen die täglichen Spielplätze zu langweilig geworden sind und für alle anderen Liebhaber des Brutalismus zeigt das Vitra Design Museum in Weil am Rhein nun eine ganz besondere Ausstellung: The Brutalist Playground. (mehr …)

Rezension “Pioniere des Comics – Eine andere Avantgarde” Hrsg.: Alexander Braun/Max Hollein

Eine Rezension von Sebastian Strombach URBANE COMICS Es geschah irgendwann Mitte der 1980er in einen düsteren Hinterhofzimmer: Bei meinem ersten Berlinbesuch lag bei meinem Onkel eine Ausgabe von Little Nemo im Bücherregal. Ich weiss nicht mehr, ob mir der Comic damals gefiehl oder nicht, aber es muß doch KLICK gemacht haben: ich klein und verloren in dieser seltsamen Mauerstadt, und dann die Geschichte von einem Jungen, der mit einem Zeppelin zum Mars fliegt und dort Abenteuer in unendlichen Straßenschluchten erlebt. Die Szenerie hat mich jedenfalls nicht mehr losgelassen, und dass mein Onkel in der Druckerei des Tagesspiegels in der Potsdamer...

10 Jahre URBANOPHIL

Runde Geburtstage werden auch bei URBANOPHIL groß gefeiert. Am 15.10. (ab 19 Uhr) steigt unsere große Geburtstagsfeier in der Bar „Moritz am Park“. Die Moritz-Crew hat dafür sogar einen eigenen urbanoDRINK entwickelt. Probieren ausdrücklich erwünscht! Doch schon davor wird es viele urbanophile Veranstaltungen geben. Mit der richtigen Mischung aus Diskutieren und Feiern begehen wir unser Jubiläum: 10 Jahre URBANOPHIL – 10 Jahre Netzwerk für urbane Kultur – 10 Jahre Berichte, Events und Debatten rund um Urban Art, Stadtentwicklung und Digitale Stadt. Bereits am Freitag (14.10.; 18 Uhr) starten wir mit dem urbanoSALON #8 im Moritz am Park (Dreysestraße 17,10559 Berlin),...

Max Beckmann und Berlin

Wie sehr die Großstadt Berlin einem Menschen den Kopf verdrehen kann, zeigt derzeit die Berlinische Galerie mit ihrer Schau "Max Beckmann und Berlin." Mit unterschiedlichen Schwerpunkten (Nachtleben, Liebe, mondänes Leben usw.) werden diese Facetten gezeigt und geben dabei - fast nebenbei - einen guten Einblick in die urbane Kunstwelt im Berlin der 1910er und 1920er Jahre. Dass Berlin im Mittelpunkt steht, ist eigentlich ungewöhnlich, verbindet man Max Beckmann eher mit Frankfurt am Main, Amsterdam oder New York. Doch das Team um Kuratorin Stefanie Heckmann zeigt klar, dass sich Beckmann an Berlin gerieben und sich auch Berlin an ihm rieb. Das...

Das Ruhrgebiet in der Kunst: Zwischen grüner Ästhetik und Verfall, Ausstellung „Green City“ in Oberhausen

Marode Ästhetik, wilde Industrie-Natur, energetische Gedankenspiele: In „Green City. Geformte Landschaft – Vernetzte Natur“ steht das Ruhrgebiet im Fokus der Kunst. Die Ausstellung in der Ludwiggalerie Schloss Oberhausen schafft den Spagat zwischen spielerischem in Szene setzen geformter und verletzter Landschaft und ernster Beschäftigung mit Fragen des Klimawandels und Umweltschutzes inmitten der Industrieregion. (mehr …)