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Bonn: Kunterbunt im Untergrund

2015 feierte die Bonner U-Bahn ihr 40-jähriges Bestehen: die U-Bahn in Bonn, das sind die 1970er Jahre in R(h?)einkultur, mit sanften Ecken, knalligen Farben und ein bisschen Space-Atmosphäre. Von Donnerstag bis Samstag bietet die Werkstatt Baukultur Führungen durch prägnante U-Bahnhöfe in Bonn an und veranstaltet am Donnerstag, 12. Mai 2016 einen „Bunten Abend“ zu Architektur und Zukunft der Stationen. Vorträge, Zeitzeugen, altes Bildmaterial und viele Erinnerungen lassen das Kulturerbe U-Bahn lebendig werden. Mit dabei sind u.a. der frühere Oberbürgermeister Dr....

Verlosung – Baukultur in Palästina

 Dass Architektur und Stadtentwicklung in Palästina ein relevantes und vor allem auch politisches Thema sind, zeigte schon Eyal Weizmann mit seinem Buch Sperrzonen, das „die Rolle von Architektur und Planung bei der Kolonisierung Palästinas enthüllt.“ Gleichzeitig wird auf palästinänsischer Seite tagtäglich gebaut, geplant und bewahrt – und das unter schweren Bedingungen, wie Zerstörung, Militärpräsenz und knappen Ressourcen. Wie arbeiten palästinensische Denkmalschützer, Architekten und Stadtplaner unter solchen Umständen? Was bedeutet Baukultur für die Menschen in dem Krisengebiet? Bauwelt stellt Planer vor,...

Der Baukulturbericht ist da!

Am vergangenen Montag hat die Bundesstiftung Baukultur den Baukulturbericht 2014/15 der Öffentlichkeit präsentiert – kurz zuvor hatte man dem Bundeskabinett das Werk vorgelegt. Das Thema Baukultur, so bereits auf den ersten Seiten formuliert, ist in der breiten Öffentlichkeit – ohne Verwunderung – kaum bekannt. Überraschend ist allerdings, dass in vielen kommunalen Verwaltungen die gestellten Fragen zum Thema Baukultur schwer zu beantworten waren. (mehr …)

Oster-Verlosung: Baukultur und Denkmalpflege vermitteln. Ein Handbuch des BHU

In seiner aktuellen Publikation stellt der Bund für Heimat und Umwelt (BHU) in über 40 Beispielen Initiativen, Methoden und Strategien für die Vermittlung von Baukultur und Denkmalpflege vor. Themen des Buches sind die Anwendung von digitalen und traditionellen audiovisuellen Medien in der Vermittlungsarbeit, die Erschließung neuer Zielgruppen, die Gewinnung von Nachwuchs für Baukultur und Denkmalpflege durch attraktive und adressatenorientierte Vermittlung, konkrete Fallbeispiele sowie die Arbeit einzelner Vereine und Verbände. Vorgestellt werden beispielweise ein Audio-Walk durch die 1960er Jahre Siedlung Wolfsburg-Detmerode,...

Die Stadt durch Kinderaugen wahrnehmen

Am 13. April eröffnet im Labyrinth Kindermuseum die interaktive Bauausstellung „Platz da! Kinder machen Stadt“. Die Ausstellung wurde mit dem Ziel konzipiert, Kinder für die Themen Architektur, Baukultur und Stadtplanung zu begeistern. Die jungen Besucher werden dazu ermutigt, ihr Lebensumfeld Stadt nicht nur bewusst wahrzunehmen, sondern auch aktiv mitzugestalten. Dabei entsteht in der Montagehalle der ehemaligen Zündholzmaschinenfabrik in der Osloer Straße, die seit 1997 Heimat des Kindermuseums ist, ein urbaner Mikrokosmos. Verteilt über verschiedene Stationen erstreckt sich eine Stadt zum...

Nach der Wahl ist vor der Wahl – Ein Tipp für die Zeit dazwischen

So, die Wahl ist gelaufen, vorerst endet unsere Reihe der Sonntagsfragen zu urbanen Inhalten der Parteien. Wer aber zwischenzeitlich nicht auf die Beteiligung an relevanten Fragestellungen aus Architektur und Planung verzichten möchte, dem sei die regelmäßig stattfindende Diskussion auf BKult.de, dem Portal der Bundesstiftung Baukultur, empfohlen. BKult stellt alle zwei Wochen eine Frage und bittet Expertinnen und Experten um eine Meinung dazu. Über die Kommentarfunktion können sich auch alle anderen Interessierten an der Diskussion beteiligen. Zwischenzeitlich wurden auch schon ein...

Vorankündigung: Konferenz „Stadt_Kirche“

In Zusammenarbeit mit der Evangelischen Gemeinde am Humboldthain wird urbanophil im Herbst 2013 eine zweitägige Konferenz veranstalten, um sich der Thematik kirchlicher Baustrukturen in der Stadt annimmt. Das Veranstaltungsteam ist der Meinung, dass es vor dem Hintergrund sich ändernder kirchlicher Strukturen wertvoll sein kann, den Blick darauf zu richten, welche Bedeutung Kirchen und Kirchengemeinden in der Entwicklung der Großstadt spielten und wie unter heutigen Bedingungen daran angeknüpft werden kann. Dabei steht zum einen die kulturhistorische Bedeutung von Kirchenarchitektur, zum anderen...

Rezension „Wir bauen Deutschland. 40 Entscheider der Stadtentwicklung im Portrait“

… oder die Antwort auf die Frage: Was ist Stadtplanung? [youtube]http://www.youtube.com/watch?v=lEDO0OcM-Yo[/youtube] Worum geht es? Durch Zufall bin ich auf das Buch „Wir bauen Deutschland“ aufmerksam geworden und spontan hat mein Herz einen Sprung gemacht: Dieses Buch portraitiert nicht nur 40 Persönlichkeiten aus Politik und Verwaltung, deren tägliches Arbeitsfeld die Stadt ist. Dieses Buch dokumentiert das aktuelle Verständnis und die gegenwärtigen Herausforderungen von Stadtentwicklung und Stadtplanung. Dieses Buch vermittelt anschaulich, persönlich, humoristisch und höchst informativ, was das Berufsfeld Stadtplanung heute ausmacht....

Rezension „WERTE. – Begründungen der Denkmalpflege in Geschichte und Gegenwart“ Hans-Rudolf Meier, Ingrid Scheurmann und Wolfgang Sonne (Hrsg.)

Selten fand ich das Cover eines Buches passender, als das des Bandes “WERTE.”, das letzten Monat im Jovis Verlag Berlin erschienen ist. Das Cover zeigt den halb abgerissenen Palast der Republik. Lediglich die Treppenhäuser stehen noch trotzig vor der „historischen“ Kulisse mit Lustgarten, Altem Museum, Berliner Dom, Marienkirche etc., aber auch vor der schon neubebauten Ecke an der Spandauer Straße. Auf diesem, vom Fotografen Matthias Koch aufgenommenen Bild verdichten sich nicht nur an die 800 Jahre ablesbarer Berliner Stadtgeschichte, sondern...

Ein letzter Blick auf ein Stück gebaute Utopie

Straßenseite, Zustand im November 2010 (Bild: Stephan Becker) Während in Berlin wieder von einer neuen IBA gesprochen wird, schreitet der Abriss eines ersten Projekts der IBA 1987 weiter voran. Trotz öffentlicher Proteste wurde der hintere Teil von Oswald Mathias Ungers’ Wohnbebauung am Lützowplatz inzwischen abgetragen. Denn mit seiner eigenwilligen Verknüpfung von großzügigem Wohnen, gelassener Gemeinschaftlichkeit und halböffentlichen Grünräumen hielt der Bau den Verwertungsinteressen der neuen Besitzerin, der notorischen Münchner DIBAG, nicht stand. Berlin verliert damit einen Bau, der nicht nur...