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Türchen 17 Adventskalender Corona

#17 Corona. Metamorphosen im Namen der Medizin

Es ist ein Reflex der Großstadt: In Krisenzeiten holt Berlin seine Großstrukturen heraus. Das war in der Flüchtlingskrise von 2015 so und es ist im Pandemiejahr 2021 so. Nacheinander poppen in der Stadt sechs Impfzentren auf. Noch vor Neujahr macht die Arena in Treptow den Anfang. Im Januar und Februar folgen das Erika-Heß-Stadion in Wedding, die Messe in Charlottenburg, der Flughafen Tegel in Reinickendorf, das Velodrom in Friedrichshain und – im März – das Flughafengebäude in Tempelhof. Was für Metamorphosen!...
Logo des Kurzfilmfestival Hamburg 2021

1.-7. Juni – Kurzfilmfestival Hamburg. Dieses Jahr online und mit Fokus auf Architektur

Ein Kurzfilmfestival online. Nächste Woche. Für die kalten Sommertage zu Hause. Oder auf kleiner persönlicher Leinwand im Garten? Vom 1. bis 7. Juni findet jedenfalls das Kurzfilm Festival Hamburg statt und dieses kann dieses Jahr ganz ohne Reise in die Hansestadt besucht werden. „Ich bin weil wir sind“ lautet das diesjährige Motto und stellt die Frage nach Solidarität und der Rolle von Kultur in unserer Gesellschaft – gerade jetzt.  Im „Labor der Gegenwart“ beschäftigt sich das Programm der „Hamburger Positionen“ mit architektonischen Visionen und ihrer Realität, mit zweckgerichteten Räumen und...
Paul Winck und Sebastian Strombach zeichnen den Comicladen Renate in Berlin

RENATE. Urbane Kultur in Gefahr

Ein Gastbeitrag von Sebastian Strombach RENATE in der Torstraße © Paul Winck und Sebastian Strombach Die Auswirkungen der Corona-Pandemie, das ist nicht neu, bedrohen die urbane Kultur auf allen Ebenen. Die ohnehin stattfindende Verdrängung oder oft gleich die Schließung besonderer Orte – vom Kiosk bis zum Buchladen, Freiräume für spontane Aktionen sowie etablierte Kunst- und Kulturorte – aufgrund der seit Jahren immens und offenbar unaufhaltsam steigenden Immobilienpreise wird durch die Pandemie nochmals verschärft. Als Netzwerk für urbane Kultur sind wir...
Titelbild re:publica 2021

CfP re:publica 2021

Der Call for Participation für die re:publica 2021 ist geöffnet. Bis zum 21.03.2021 können Themen, Ideen, Projekte, Podiumsdiskussionen oder Performances in Form von Videos und Links eingereicht werden. Das Motto der diesjährigen re:publica, die vom 20.–22. Mai 2021 digital stattfinden wird, ist „In the Mean Time“. Gemeint ist damit die Zwischenzeit zwischen Prä- und Post-Corona, die wir als eine mean (denkbar unerfreuliche, miese) Zeit gerade erleben. Die zentralen Fragestellungen der Konferenz, die dieses Jahr zum 14. Mal stattfindet, drehen sich...
Eiszapfen vor Eisenbahnlandschaft

Was bleibt der Metropole im Lockdown?

Eiszeit, Kälte und Erstarrung oder die Schönheit der Ruhe? Urbanität und Lockdown. Berlin ist nicht Berlin im Lockdown, das steht im Grunde außer Frage. Oder? Was sich genau verändert hat – oder derzeit anders ist als sonst –, wo die Berliner Identität unverändert geblieben oder sogar intensiver geworden ist und wie die Berliner*innen ihre Stadt und ihr persönliches Leben in der ruhig gestellten Metropole wahrnehmen, das erforscht derzeit Majken Bieniok von der Hochschule für angewandte Pädagogik. In ihrem Forschungsbeitrag, so...

War was? – Ein Lockdown-Spaziergang in Moabit

Wie viele andere Menschen gehe auch ich seit Ausbruch der Pandemie regelmäßig spazieren. Mitte Dezember, am ersten Tag des zweiten „harten“ Lockdowns, bin ich einmal die Turmstraße auf und ab geschlendert, eine belebte Einkaufsstraße in Berlin-Moabit. Was hat sich verändert, seit die neuen Einschränkungen in Kraft sind? Leider ziemlich wenig. Gleich mein erster Gedanke, als ich auf die Straße trete: „Ist ja genau wie gestern“. Auf dem Bürgersteig herrscht geschäftiges Treiben, die Schaufenster erleuchten das trübe Wintergrau, der Verkehr rauscht...
urbanophil-clb-berlinlokalzeit-corona

#BERLIN_LOKAL_ZEIT

#Berlin_Lokal_Zeit ist ein künstlerisches Forschungsprojekt zur Phänomenologie der Pandemie, dessen Ergebnisse und Interventionen derzeit in und um die CLB-Galerie am Moritzplatz und weiteren Orten in der Stadt zu sehen und zu erfahren sind. Seit dem ersten Lockdown im Frühjahr 2020 haben rund 20 Künstler*innen und Wissenschaftler*innen beobachtet, wie sich der städtische Raum in Berlin unter dem Einfluss der Pandemie verändert. Ihre Wahrnehmungen haben sie in Notizen, Fotografien, Audioaufnahmen und Videos dokumentiert. Diese werden nun in Form von Stadtspaziergängen, Wahrnehmungsexperimenten, Fenster-...