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urbanoSalon#11: Gentrifizierungsforschung in Deutschland

Ankündigung von Mieterhöhungen im Briefkasten, Pop-up-Shops und Galerien, junge Eltern mit Lastenrädern, Cafés mit Edison-Lampen, sanierte Schmuckfassaden, im Supermarkt Käse aus dem provenzalischen Uzès (obwohl man nicht dort wohnt), linke Protestgruppen im Nachbarhaus, überall Bugaboos, Start-Ups in Fabriketagen, am Laternenmast der Zettel eines Anwalts und einer Zahnärztin, die genau hier eine Wohnung suchen ("Wir lieben die authentische Atmosphäre!"), um die Ecke muss der letzte Buchladen schließen und auf der letzten Baulücke steht ein großzügiger Neubau. Am geöffneten Zugangstor hängt ein Schild: "Dieses Gelände wird videoüberwacht". Diese und weitere Erscheinungsformen urbanen Zusammenlebens, Wohnens und Konsumierens sind vielen StadtbewohnerInnen von Kitsilano (Vancouver)...

Rezension und Reminder zur Buchvorstellung „Schmuck als urbaner Prozess – Künstlerische Handlungen im städtischen Raum“ von Gabi Schillig und Elisabeth Holder [Hrsg.]

„Schmuck als urbaner Prozess“ ist ein Forschungsprojekt, das vom Fachbereich Design der Hochschule Düsseldorf entwickelt und durchgeführt wurde. Die Professorinnen Elisabeth Holder und Gabi Schillig luden ihre Studierende ein, die Bedeutung und die Potentiale von Schmuck im urbanen Raum zu untersuchen und haben dazu gemeinsam verschiedene Experimente durchgeführt. Das unlängst im Wasmuth Verlag erschienene Buch „Schmuck als urbaner Prozess – Künstlerische Handlungen im städtischen Raum“ dokumentiert den Projektverlauf, die Interventionen und Arbeiten der Studierenden sowie die Ergebnisse und Produkte, die daraus entstanden sind. „Realität entwickelt sich, wenn Menschen miteinander kommunizieren“ so schreibt Gabi Schillig in der Einführung des Buches. Aber...

Abriss des Tausendfüßlers

Abb. via Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftschutz e.V. Treue Leser werden sich erinnern, dass wir 2011 von den Diskussionen um den Düsseldorfer Tausendfüßler berichtet haben. Nachdem nach langen Diskussionen im Frühsommer 2012 durch die Landesregierung bestätigt wurde, dass das Bauwerk abgerissen werden kann, steht nun der Zeitplan für den Abriss: Am 24. Februar wird das letzte Auto über den Überflieger fahren. Danach kann das Bauwerk von Fußgängern und Besuchern begangen werden, um Abschied zu nehmen, bevor es ab Ende April komplett verschwunden sein wird. Die Initiative "Lott stonn" hatte sich bis zuletzt für den Erhalt stark gemacht und soll...