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Die Fahrradwegenetzspinne

Eine gute Idee hatte Michael Graham, als er Radwegekarten grafisch neu aufbereitete. Inspiration für die Pläne auf seiner Webseite SpiderBikeMaps holte er sich von U-Bahn-Plänen und deren Netzspinnenoptik. Stadtviertel und Wahrzeichen bilden die „Stationen“, einzelne oder mehrere zusammenhängende Radwege die „Linien“. Auf diese Weise hat Graham schon Radfahr-Karten für Washington, San Francisco, Denver (Colorado) und London erstellt. (Quelle: Wired) Und auch in den Niederlanden wird mit einer solchen grafischen Aufbereitung gearbeitet. Die Gemeinde Houten hat ihr Fietsnet in entsprechender Weise als Plan aufbereitet.

Ortsnamenendungenkartografie

Ein Posting zum Lernen: Furten und Burgen gibt – oder vielmehr gab – es überall. Endlich kartographisch begründet wurde der Eindruck, den wohl schon viele Urbanophile hatten: besonders der Nordosten Deutschlands ist durch -ow, -in und -itz gekennzeichnet (Malchow, Malchin, Zinnowitz), während in Süddeutschland alle Ortsnamen auf -ing(en), -zell und -ach enden (Göppingen, Radolfzell, Wurzach). Moritz Stefaner hat in seinem Beitrag auf truth-and-beauty.net die typischen Ortsnamen-Endungen mit Geonames verschnitten und heraus kamen 54 wunderbare Karten. Ganz besonders spannend ist die Karte zur Endung -berg: Die Unterschiede in Deutschlands Topographie von den Alpen bis zur Küste schlagen sich in der Verteilung der...

Planetizens Top-10-Websites 2015

Die US-amerikanische Stadtplanungs- und Städtebau-Website Planetizen hat wie auch schon letztes Jahr ihre Top 10 der besten Websites veröffentlicht, die sich mit Städtebau, Stadtentwicklung und Stadtplanung auseinandersetzen. Die Autoren schreiben, dass die Liste nicht unbedingt die allerneuesten Möglichkeiten von Online Tools und Crowsdoursing darstellt, sondern um gut ausgesuchte Verknüpfungen von zahlreichen denkbaren Möglichkeiten. Urbanophils absoluter Favorit ist das Tool Streetmix (siehe Abbildungen), bei dem Straßenquerschnitt nach Belieben zusammengestellt werden können. Zwar lässt sich das Ergebnis nicht in AutoCAD oder InDesign übertragen, trotzdem ist die Gefahr groß, sich als urbanophiler Mensch hier "festzuspielen". Auch die anderen Webseiten der Liste können sich...

Städte sortieren

Ein wunderbares Tool hat der Pogrammierer Hans Hack entwickelt. Was er schon für sein Projekt Prison Typology entwickelt hat, funktioniert nun für sämtliche Gebäude in einem Quartier. Das Projekt Sorted Cities ordnet die Gebäude aufgrund ihrer Grundflächengröße und bringt sie in eine ästhetisch ansprechende Übersicht. 'Sorted Cities' is an ever-growing collection of posters, based on building footprints that have been sorted by size and shown in proportion to each other. [...] In the pursuit of visualising unique architectural constellations, groupings and typologies he has programmed a map based tool to automatically carry out a selection and sorting process of any...

Stadtinfo für Flüchtlinge

Eine gelungene Hilfe für Flüchtlinge stellt die Karte "Arriving in Berlin" dar, welche wichtige Orte und Einrichtungen in Berlin darstellt. Available in English, Farsi and Arabic, the map lists over 250 services that can accommodate Middle Eastern visitors. It even shows the locations of doctors and gynecologists who speak Farsi and Arabic, pinpoints firms that specialize in residence and asylum law and provides details on the location of halal restaurants and cafes. (The Next Web) Das Ganze ist ein Projekt vom Haus Leo, der Initiative Wohnen für Flüchtlinge (Berliner Stadtmission) und dem Haus der Kulturen der Welt. Und die Bewohner...

Civic Hacking – Bürgerengagement und urbane Mitgestaltung am Beispiel „Hack your City“

Dieser Artikel erschien in der Planerin, 03/2015 zum Thema "Digital vernetzt - die nutzergenerierte Stadt" Dank der immer weitergehenden gesellschaftlichen Durchdringung des Internets steigt auch der Grad der digitalen Vernetzung der Gesellschaft stetig an. Das Internet inklusive mobiler Endgeräte bietet mit seiner einfachen Handhabung sowie der orts- und zeitunabhängigen Einsatzmöglichkeit ganz neue Optionen zu kollaborieren, Daten zu erfassen und sich zu organisieren. Smartphones ermöglichen Kommunikation und Datenerfassung an nahezu jedem Ort, Open-Source-Programme geben bislang Experten vorbehaltene Programme in die Hände aller, und kleinste Sensoren können von jedermann eingesetzt und miteinander vernetzt werden. Zudem finden sich Bedienungsanleitungen, Foren und Problemlösungen tausendfach...

Smartphonegestützte Schlaglocherkennung

[vimeo]https://vimeo.com/38233136[/vimeo] Ein sensorgestütztes Crowdsourcing-Projekt ist StreetBump, bei der Nutzer per Smartphone Schlaglöcher erkennen können. Per Beschleunigungssensor im Smartphones werden Erschütterungen erfasst und diese, mittels GPS-Koordinaten verortet, automatisch in die Datenbank hochgeladen. Bei ausreichend Daten können so Unebenheiten und Schlaglöcher auf Straßen erkannt werden. Nutzer tragen auf diese Weise dazu bei, Informationen über den Zustand der Straßen zu sammeln, wodurch die verantwortlichen Behörden im besten Falle bessere Datengrundlagen haben, um Reparaturmaßnahmen einzuleiten. Allerdings sind die Zahlen der erfassten Daten ernüchternd - so wurden in den letzten 3 Jahren gerade mal 549 Strecken zurückgelegt und 0 Schlaglöcher gefüllt (Stand 25.09.2015). Und das,...

Karte der Gerüche

Dass Städte Orte mit einer Vielzahl von Gerüchen sind, die - positiv wie negativ - auf einen einströmen, ist jedem bekannt. Erinnerungen an manche Orte sind untrennbar mit Gerüchen verbunden, bzw. der Düfte erinnern einen an bestimmte Orte. Gerüche tragen ihren Teil zum Reiz der Städte bei und haben einen Einfluss darauf, wie wir Orte wahrnehmen und wie wir uns an sie erinnnern. Demenstprechend wird auch daran gearbeitet diese Düfte und Gerüche einzufangen: ob als Stadtduft, Beton-Parfum oder Heimat-Essence. Um dieser Bedeutung Rechnung zu tragen, hat eine Forschergruppe für London eine detailierte Karte der Gerüche erstellt, auf der straßengenau eingetragen...

Solarpotentialkataster von Google

[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=_BXf_h8tEes[/youtube] Google hat eine Webseite entwickelt, die das Solarpotential von Häusern auf Basis von Google Maps errechnet. Damit erfährt man, ob sich die Installation von Solarzellen auf einem Hausdach rechnet. Hierbei fliessen Informationen aus Luftbildern, 3D-Kubaturen der Gebäude, Schatteberechnung von z.B. Bäumen sowie der Sonnenverlauf mit ein. Leider ist das Ganze nur gebrenzt in ein paar Städten in den USA verfügbar: According to the video, Project Sunroof currently operates in Boston (home of the product team), the San Francisco Bay Area (home of Google), and Fresno (home to the mom of one of the engineers; that’s why you should make...

Analog stolpern, digital stöbern

Das Projekt Stolpersteine dürften die meisten Leser kennen. Leider sind diese in München immer noch verboten, was Sergey Lagodinsky zum einem guten Kommentar in der SZ veranlasste: Diese Geschichte gehört zum Bild unserer Städte. Sie gehört aber nicht in die Ghettos der Gedenkstätten, sondern überall hin, weil Juden, bevor sie in die Ghettos und KZs gedrängt wurden, auch überall lebten. (S. Lagodinsky) In diesem Zusammenhang sei an das Projekt Stolpersteine App der Initiative Code for Germany erinnert, die sich zur Aufgabe gemacht hat, sämtliche Informationen über die Erinnerten darzustellen. So kann man - aktuell in Berlin und Bochum - online...