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Oster-Verlosung: Baukultur und Denkmalpflege vermitteln. Ein Handbuch des BHU

In seiner aktuellen Publikation stellt der Bund für Heimat und Umwelt (BHU) in über 40 Beispielen Initiativen, Methoden und Strategien für die Vermittlung von Baukultur und Denkmalpflege vor. Themen des Buches sind die Anwendung von digitalen und traditionellen audiovisuellen Medien in der Vermittlungsarbeit, die Erschließung neuer Zielgruppen, die Gewinnung von Nachwuchs für Baukultur und Denkmalpflege durch attraktive und adressatenorientierte Vermittlung, konkrete Fallbeispiele sowie die Arbeit einzelner Vereine und Verbände. Vorgestellt werden beispielweise ein Audio-Walk durch die 1960er Jahre Siedlung Wolfsburg-Detmerode, die noch auf ihren Denkmalstatus hofft, der Masterstudiengang Kulturerbe in Paderborn, die Einbindung des Themas Baukultur in Schulcurricula und Kindergärten...

Adventskalender Tag 24: Die Bonner Beethovenhalle

Die Bonner Beethovenhalle: Ein Festspielhaus zu Ehren Beethovens Als am 2. Januar 1954 der „Wettbewerb zur Erlangung von Entwürfen für die neue Beethovenhalle in Bonn“ ausgeschrieben wurde, ahnte wohl niemand, welch erstaunlichen Ausgang dieser nehmen würde. Aufgefordert waren „Architekten und Architekturstudenten des Bundesgebietes, der Ostzone und von Ost- und Westberlin sowie des Saarlandes“. Insgesamt 109 Einreichungen hatte das Preisgericht unter dem Vorsitz des berühmten Kirchenbauers Otto Bartning zu sichten. Aus den drei Tagen Beratungszeit ging der gerade 29 Jahre alte Architekt Siegfried Wolske (1925-2005) als Erstplatzierter hervor. In Berlin geboren, war dieser damals in Köln bei dem Architekten Hans Schilling angestellt....

Adventskalender Tag 20: Diesterweg-Gymnasium in Berlin-Wedding

Knallorange leuchtet das Gebäude des ehemaligen Diesterweg-Gymnasiums in Berlin-Wedding, dunkelgrüne Details setzten markante Akzente. Neben der Farbe sind abgerundete Fassadenelemente auffällig: soft-edge-Nachkriegsmoderne, leider von Verfall und Abriss bedroht. Die Schule entstand Mitte der 1970er Jahre im Sanierungsgebiet Brunnenviertel auf einem Baublock zwischen der Putbusser und der Swinemünder Straße. (mehr …)
ICC Foyer, Foto von Anna Gala

Neu: Baukunst der Nachkriegsmoderne – Architekturführer Berlin 1949-1979

  Mit dem Titel "Baukunst der Nachkriegsmoderne" erscheint nun der Architekturführer Berlin 1949-1979. Unter der Herausgeberschaft von Adrian von Buttlar, Kerstin Wittmann-Englert und Gabi Dolff-Bonekämper stellt die Arbeitsgemeinschaft denkmal!moderne an der Technischen Universität Berlin 262 herausragende Einzelbauwerke, Siedlungen und Ensembles der West- und Ost-Berliner Nachkriegsmoderne vor, ein Architekturerbe, das vielfach von Abriss oder Entstellung bedroht ist. Die Autoren und Autorinnen ... vermitteln auf der Basis neuer Architekturforschungen den hohen künstlerischen und sozialen Anspruch dieser Baukunst und ihre Bedeutung in der Zeit des Kalten Krieges. Das kongenial bebilderte Handbuch lädt dazu ein, eine Epoche wiederzuentdecken, die die Identität der Stadt noch...

Einladung zum Stadtentdecken

Die Kulturgruppe Werkstatt Baukultur gründete sich 2011 am Kunsthistorischen Institut der Universität Bonn. Hervorgehend aus der "Initiative Beethovenhalle", die durch ihr Engagement mit viel Liebe und Sachverstand letztendlich den Abriss dieses bedeutenden Bauwerks verhindern konnte, setzt sich die Werkstatt Baukultur auch weiterhin für die ungeliebten Denkmale der Stadt Bonn ein. Die Besonderheit der Werkstatt Baukultur zeichnet sich durch ihre kreative Öffentlichkeitsarbeit aus, mit der sie den direkten Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern durch Aktionen im öffentlichen Raum oder durch Führungen in den jeweiligen Gebäuden sucht. Mit der Aktion "Putzen und Benutzen" wollte die Werkstatt beispielsweise auf den schlechten Pflegezustand des Bonner...
Film zu den Rathauspassagen am Alexanderplatz

Straße Nummer Eins – Die Rathauspassagen im Film

Am Sonntag, 28.10.2012, zeigt die Architektenkammer Berlin in ihrer Veranstaltungsreihe "Architektur im Film" den Film „Straße Nummer Eins“. Regisseur Oliver Päßler blickt in seinem Dokumentarfilm „Straße Nummer Eins“ aus dem Jahr 2006 hinter die Kulissen der Rathauspassagen am Alexanderplatz nach ihrem Umbau zu Beginn des letzten Jahrzehnts. Dabei kommen Bewohner, Touristen, Architekten, der damalige Senatsbaudirektor Stimmann und einige mehr zu Wort. Als Wohn- und Geschäftshaus weist das Gebäude äußerst spannende Facetten auf, denen der Film nachspürt. Anschließend werden eine Stadt- und  eine Gebäudeführung angeboten. Kinoeintritt und Teilnahme an den Führungen sind kostenfrei. (mehr …)

Die rosa Röhren von Berlin // Pink pipes of Berlin

Kürzlich machte ein schöner Blog- und Foto-Beitrag die Runde durch die Social Media-Welt der urbanen Stadt- und Berlin-Liebhaber: The fancy pipes of Berlin. Unveiling a mystery [Aktualisierung Okt. 2016: Sowohl Beitrag, als auch Blog sind mittlerweile leider nicht mehr auffindbar]. Inhalt des Beitrages und Hauptdarsteller der schönen Fotoserie waren die rosa Röhren, die die meisten Berlin-Bewohner (und wohl auch viele Besucher) aus dem Berliner Straßenbild kennen. Und als wenn das nicht schon genug wäre, hat Berlin sogar ein architektonisches Highlight in Form einer richtig dicken rosa Röhre zu bieten. Aber dazu mehr am Ende des Artikels. Über die rosa Röhren im...
Der Neptunbrunnen (Reinhold Begas, 1891) vor dem Roten Rathaus und der "Wasserklops" (Weltkugelbrunnen, Joachim Schmettau, 1983) vor dem Europa Center. Fotos: Verena Pfeiffer-Kloss

Initiative Weltkulturerbe Doppeltes Berlin

Hansaviertel und Karl-Marx-Allee, Axel-Springer-Haus und Leipziger Straße, Haus der Kulturen der Welt und bcc, Zentrum West und Zentrum Ost, Gärten der Welt und BUGA Britz ... In der architektonischen Doppelung Berlins wird die Entwicklung von einer geteilten, über eine gedoppelte, hin zu einer vereinigten Stadt plastisch erfahrbar. Seit der Wiedervereinigung wurde die Dopplung des kulturellen Erbes, das sich in seinen Bauten und architektonischen Manifestationen materialisiert aber zunehmend unsichtbar. Die Initiative Weltkulturerbe Doppeltes Berlin widmet sich nun diesem Thema. Sie möchte für diese Berliner Besonderheit sensibilisieren, die Sichtbarkeit des Doppelten Berlin erhalten und einen Antrag zur Aufnahme in die Nominierungsliste des...

Musik, Installationen und Aktionen im Corbusierhaus

Das Wort haben die Benützer / La Parole est aux Usagers Ein Kunst Projekt zu Raum, Musik und Architektur in Le Corbusiers Wohnmaschinen in Berlin und Marseille 2012 / 2013 Die Theatertruppe Oper Dynamo West inszeniert an ungewöhnlichen und architektonisch besonderen Orten. Dabei spielt der Ort und die Begegnung mit den Bewohnern und Nutzern eine wichtige Rolle. Zum Beispiel wurde die Rosa Röhre im Tiergarten bespielt (urbanoReview-Rezension). Ab dem 23.8. erobern sie das Corbusierhaus in Spandau. Im Zentrum des Projekts DAS WORT HABEN DIE BENÜTZER / LA PAROLE EST AUX USAGERS stehen das Berliner Corbusierhaus und die nahezu baugleiche Cité...

Ein Herz für schöne Bausünden

Über Geschmack lässt sich streiten - und auch darüber, was eine Bausünde ist. "Eine gute Bausünde hat einen sehr starken Wiedererkennungswert, hat Mut, greift daneben und sprengt den Kontext", wie die Architekturhistorikerin Turit Fröbe in einem sehenswerten Beitrag auf dem Themenportal "Die schönsten Bausünden" der Sendung "aspekte" formuliert. Auf ihrem Gang durch Bielfelder Einfamilienhaussiedlungen zeigt sich ihr humorvoller Blick auf die Architektur-Skurrilitäten, die es überall zu entdecken gibt. (mehr …)