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10 Jahre URBANOPHIL

Runde Geburtstage werden auch bei URBANOPHIL groß gefeiert. Am 15.10. (ab 19 Uhr) steigt unsere große Geburtstagsfeier in der Bar „Moritz am Park“. Die Moritz-Crew hat dafür sogar einen eigenen urbanoDRINK entwickelt. Probieren ausdrücklich erwünscht! Doch schon davor wird es viele urbanophile Veranstaltungen geben. Mit der richtigen Mischung aus Diskutieren und Feiern begehen wir unser Jubiläum: 10 Jahre URBANOPHIL – 10 Jahre Netzwerk für urbane Kultur – 10 Jahre Berichte, Events und Debatten rund um Urban Art, Stadtentwicklung und Digitale...

Staudammgraffiti

[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=CEwVrg6tbKs[/youtube] Schon lange gibt es die Idee des Reverse Graffiti, bei dem nicht durch Aufbringen, sondern durch Wegnehmen, bzw. Reinigen Kunstwerke entstehen. Dieses Konzept hat sich die Energieagentur „Polska Grupa Energetyczna“ bei der anstehenden Reinigung des Solina Staudamms zu Eigen gemacht. Zusammen mit dem Künstler Przemysaw Trust Truciskici und der Agentur Scholz & Friends entstand ein beindruckendes werk, das nun als Touristenatrraktion dienen soll: PGE worked with emerging comic book artist  Przemek Trust Truciskic to design a giant eco-mural honoring...

Alles ein Frage der Perspektive

Wer es einmal gesehen hat sieht es immer wieder: Die perspektivische Entgleisung der Berliner Verkehrsbetriebe BVG. Die fensterfüllende Folie, die seit 2008 als Schutz gegen Scratching (für einige auch eine Form von Streetart) gedacht war, birgt mehrere, geradezu unglaubliche Fehler in der Perspektive und grenzt daher an „perspektivischen Vandalismus„. So jedenfalls zitieren die Designer Melisa Karakus und Danny Schuster eine Stimme zur täglich millionenfach gesehenen Darstellung des Brandenburger Tors. Wahrscheinlich nach einer langen U-Bahn-Fahrt haben die beiden entnervt den Stift...

Rezension „Wir sind die Stadt! Urbanes Leben in der Digitalmoderne“

Mittlerweile beginnt nahezu jeder Text über Stadtentwicklung – sei er akademisch oder populärwissenschaftlich – mit der Feststellung, dass seit einigen Jahren mehr Menschen in den Städten leben als auf dem Land. Das ist in „Wir sind die Stadt!“ glücklicherweise nicht so: Die Feststellung folgt erst auf der dritten Textseite. Trotz dieser anfänglichen Ernüchterung hat der Journalist und Kunst-, Stadt- und Architekturkritiker Hanno Rauterberg ein außergewöhnliches Buch geschrieben. Sprachlich äußerst gewandt greift er nahezu alle zeitgenössischen Phänomene urbaner Kultur auf und...

Berlin Unlimited Festival im ZK/U Moabit

Vom 3.- 10. Oktober findet im Zentrum für Kunst und Urbanistik in Berlin-Moabit das erste transdisziplinäre Festival statt, das mittels Kunst, Architektur und urbanem Diskurs ein Bild des zeitgenössischen Berlins 25 Jahre nach dem Fall der Mauer zeichnen wird. [vimeo]http://vimeo.com/101078144[/vimeo] Die Ausstellung BERLIN UNLIMITED soll Widersprüche zwischen individueller Freiheit und urbanen Zwängen aufdecken. Anhand von Kunst und Medien, Architektur und Stadtplanung, Theorie und Forschung enthüllt, reflektiert, reformiert und hinterfragt BERLIN UNLIMITED die Grenzen und Limits der Stadt, in ihrer Vergangenheit,...

#Streetartwochen #11: Murals und Stencils in Kairo

Von ganz groß bis ganz klein: zum Abschluss der 6-tägigen Reihe über Graffiti in Kairo dreht sich der heutige Beitrag um Murals und Stencils. Ging es in der vergangenen Woche vorrangig um Inhalte und sehr politische Themen, stehen heute eher die unterschiedlichen Techniken und Formen der Wandbemalungen im Vordergrund. Murals sind großflächige Graffitidarstellungen, die ganze Fassaden oder breite Wandflächen in Beschlag nehmen und meist sehr aufwendig gestaltet sind. Durch ihre Dimensionen beeindrucken sie mit einer hohen Detaildichte und starken Aussagekraft....

#Streetartwochen #10: Rede- und Pressefreiheit in Ägypten

Mittlerweile kennen wir das: geradezu reflexartig greifen Machthaber, die ihre politische Vormachtstellung gefährdet sehen, zu „kreativen“ Maßnahmen, um Presse- und Redefreiheit einzuschränken. Kritische Stimmen sollen ausgeschaltet, eine unabhängige Berichterstattung verhindert werden. Momentan ist das in der Türkei wieder exemplarisch zu beobachten (Sperre von YouTube und Twitter). Der Umsturz in Ägypten wurde auch als Facebook-Revolution bekannt. Hunderttausende Bürger verabredeten sich über die sozialen Netzwerke zu ihren Protestmärschen. Misshandlungen von Demonstranten wurden gefilmt und beinahe in Echtzeit auf Videoplattformen hochgeladen. Auf Kurznachrichtendiensten...

#Streetartwochen #9: Frauenrechte in Ägypten

Unterdrückung, Verschleierung, Vergewaltigung: Reizworte und Themen von Graffitis, die in Kairos Straßen für Frauenrechte und gegen sexuelle Übergriffe angehen. Nachdem das ägyptische Volk Horsi Mubarak 2011 gestürzt hatte, besetzten Aktivisten im Verlauf des Jahres erneut den Tahrir-Platz, um gegen die Übergangsregierung des Militärs zu protestieren. In dieser Zeit wurde die Gegend um das revolutionäre Zentrum der Stadt eine de facto rechtsfreie Zone, da sich die Polizei nicht mehr in die Gegend des Platzes begab. Obwohl die Besetzter des Tahrirs versuchten,...

#Streetartwochen #8: Märtyrergalerie in Kairo

Bei den blutigen Straßenschlachten auf und um den Tahrir-Platz kamen seit dem Aufkeimen der ägyptischen Revolution im Januar 2011 zahlreiche Aktivisten ums Leben. Einige Demonstranten wurden auf brutalste Weise von den Soldaten mit Schlagstöcken totgeprügelt. Andere wurden in Polizeigewahrsam zu Tode gefoltert. In den Straßen der Demonstrationen gedenkt eine Vielzahl an Graffitimotiven den gefallen Helden der Revolution. Als Märtyrer verehrt, werden ihre Konterfeis häufig mit Engelsflügeln oder mit Tauben abgebildet, um ihre besondere Rolle zu unterstreichen. (mehr …)

#Streetartwochen #7: Polizeigewalt in Kairo

Während der verschiedenen Phasen der zwei ägyptischen Revolutionen gegen Hosni Mubarak 2011 und Mohamed Mursi 2013 kam es immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen den Aktivisten und den nationalen Sicherheitskräften von Polizei und Militär, bei denen mehrere hundert Menschen ihr Leben verloren. Besonders brutal verlief im November 2011 die mehrtägige „Schlacht um die Mohamed Mahmoud Straße“ in direkter Nachbarschaft zum Tahrir-Platz. Um die 50 Demonstranten wurden getötet und mehr als 500 verletzt. Berüchtigt wurden diese Ereignisse auch, weil Scharfschützen der...