Blog

Raststätte Dreilinden am Grenzübergang Drewitz-Dreilinden (Rainer G. Rümmler, 1969-73). Der neue Besitzer des Gebäudes, Autohaus König, möchte hier bald einen Treffpunkt für Autoliebhaber errichten. Die Sanierungsarbeiten haben bereits begonnen.

Berlintipp: Zwischen Kontrollpunkt Drewitz und Dreilinden

Auf dem wöchentlichen Weg, im Zug raus aus Berlin über Wannsee, Potsdam etc. habe ich neulich den Berliner Liedermacher Reinhardt Mey gehört. Ich wunderte mich, als ich auf das Lied „Zwischen Kontrollpunkt Drewitz und der Brücke von Dreilinden“ stieß. Der Song ist neu (2024), erzählt aber von der Gefühlslage Meys auf dem letzten Stück der Transitautobahn nach Berlin vor über 30 Jahren und der Wendezeit im Allgemeinen. (Pop)kulturelle Rezeption der Transitgrenzübergänge – gibt es da noch weitere Beispiele? Raststätte Dreilinden...

Petition gegen den Abriss des Hochhauses An der Urania

Das Hochhaus An der Urania 4-10 (Werner Düttmann, 1964-67) soll im Januar 2024 abgerissen werden. Es droht damit nicht nur eine Ikone der Berliner Architektur verloren zu gehen, auch und insbesondere im Sinne der Nachhaltigkeit ist der Abriss eines statisch funktionsfähigen Hochhauses aus Stahlbeton schlichtweg nicht mehr zeitgemäß. Das Gebäude gehört der BIM (Berliner Immobilienmanagement GmbH) und damit dem Land Berlin. Eine Änderung der Pläne wäre also leicht möglich, Umnutzungsideen liegen auf der Hand. Die INITIATIVE an.ders URANIA hat nun eine Petition gegen...
Russisches Haus Berlin Friedrichstraße Mila Hacke

Alliierte in Berlin. Ausstellung und Podiumsdiskussion am 18.11.21

ACHTUNG: Die Veranstaltung musste leider verschoben werden und wird voraussichtlich im Mai 2022 stattfinden. Die Kulturinstitutionen der Alliierten und das architektonische Erbe. Podiumsdiskussion am 18.11.2021 in der Urania. Die Kulturinstitute der Alliierten in Berlin haben das deutsche Kulturleben der Nachkriegszeit in ihrer Internationalität und Vielfalt enorm bereichert. Ihre Bedeutung hat sich seit der Wiedervereinigung gewandelt. So ist die Stadt um zahlreiche internationale Kulturinstitutionen reicher geworden. Am 18. November sprechen Vertreter der drei Einrichtungen Russisches Haus der Wissenschaft und Kultur Berlin...
Coverfoto Übergangsräume von Michnik und Nowack

Übergangsräume. Die Bushaltestellen auf der Berliner Stadtautobahn – OUT NOW!

von Tobias Michnik und Leander Nowack. Jetzt durchblättern. Man sieht sie eigentlich nicht. Man muss wissen, dass sie da sind. Tobias Michnik und Leander Nowack machen sie mit ihrem Buch für alle sichtbar. Und ist man einmal aufmerksam geworden, kann man sie nicht mehr übersehen: Die – ehemaligen – Bushaltestellen auf der Berliner Stadtautobahn. Bushaltestellen auf der Stadtautobahn, das klingt paradox. Ist doch die Autobahn eigentlich der Ort, an dem die Trennung der Verkehrsmittel perfekt wird, an dem der Verkehr...
Tegel TXL Park Books Abschied Buch Cover

Ciao, tschüssi, dankeschön! Ein Buch für TXL.

Am Sonntag ging der letzte Flug von Tegel TXL in die Welt. Für alle Berliner*innen und Besucher*innen dieser Stadt ein Abschied mit Gänsehaut. Angesichts der Pandemie realisiere ich, dass ich meinen Abschied von Tegel bereits im letzten Spätsommer hatte – und wie jeden Flug von und nach Tegel genossen habe, als ob es der letzte wäre. Klar, der Abschied war ja nur ins gehofft Endlose verzögert worden und zudem kam ich damals von einer ganz besonderen Traumreise zurück. Traumreisen begannen...
Buchrücken Himmel unter West-Berlin von Verena Pfeiffer-Kloss

Der Himmel unter West-Berlin

384 Seiten, 291 Abbildungen, 29 €ISBN: 978-3982-0586-0-3 58 U-Bahnhöfe in 30 Jahren Stadtgeschichte. Die Untergrundarchitektur von Rainer G. Rümmler prägt Berlin – während der Teilung, bis heute. Rümmlers Signaturen unter der Erde sind Räume, Linien und Orte, sachlich, poppig, post- modern, ein Kaleidoskop an Farben und Formen. In Der Himmel unter West-Berlin bietet Verena Pfeiffer-Kloss eine erste umfangreiche und reichhaltig illustrierte Aufarbeitung der U-Bahnarchitektur Rümmlers und kontrastiert diese mit seinen Bauten über der Erde. Werbeplakat der BVG aus dem Jahr...
Kurfürstenstraße in Tiergarten

10 Jahresfeier – urbanoTOURS # 3: Generic City Tour

articipate und Sankt Urban schenken urbanophil einen gemeinsamen Beitrag zum Jubiläumsprogramm im Rahmen des Kosmos Kurfürstenstraße. Die Gewinnerin des Stadtspaziergangswettbewerbs 2015, Anna Kostreva, möchte mit den Teilnehmer_innen, die gleichzeitig zu Co-Forschern_innen werden, die Stadt erkunden. Wie ist eine Stadt aufgebaut? Was macht sie so besonders und wo sind ihre Schwachstellen? „Als Stadtforscherin, Architektin und Künstlerin, glaube ich, dass die Bedeutung und Identität einer Stadt durch die Bewohner_innen geformt wird. Was können wir tun, um die Stadt um uns herum zu...
Balkon in der Lietzenburger Straße, Hinrich und Inken Baller

10 Jahresfeier – urbanoTOURS # 1: Zwischen Glas und rosa Rosen

Das Werk der Architekten Inken Baller (geb. 1942) und Hinrich Baller (geb. 1936) prägt an vielen Orten Berlins das Stadtbild. Die Architekten führten zwischen 1967 und 1989 ein gemeinsames Architekturbüro in Berlin und konzentrierten sich auf Gebäude im geförderten Wohnungsbau. In diesem Segment realisierten sie in West-Berlin zwischen 1970 und 1989 ca. 25 Gebäude, darunter den Fraenkelblock an der Admiralbrücke in Kreuzberg. Die Bauten sind Zeugen des Wandels von der Moderne zur Postmoderne in Architektur und Städtebau. Sie sind extravagant...

Zu Gast auf urbanophil: Die Initiative Kerberos Berlin

urbanophil berichtete bereits mehrfach über die Sanierungsplanungen der BVG an elf der einzigartigen nachkriegsmodernen U-Bahnhöfe in Berlin. Während das Verkehrsunternehmen den architektonischen und identitätsbestimmenden Wert dieser Bahnhöfe noch immer unterschätzt äußern Fachleute und interessierte Bürger zunehmend den Wunsch, die BVG möge über die geplanten Maßnahmen noch einmal nachdenken und einen sensibleren und sachkundigeren Umgang mit dem Werk Rainer Rümmlers, Bruno Grimmeks, Werner Düttmanns und Ralf Schüler/Ursulina Schüler-Wittes für die Berliner U-Bahn finden. (mehr …)

Neues Buch! Stadtentwicklung im doppelten Berlin. Zeitgenossenschaften und Erinnerungsorte

Am Donnerstag lädt die Stiftung Berliner Mauer zur Präsentation des Buches „Stadtentwicklung im Doppelten Berlin. Zeitgenossenschaften und Erinnerungsorte“. Berlin hat vieles doppelt: Zoos, Opernhäuser, Kongresshallen – Relikte der Teilung der Stadt. Im geteilten Berlin folgte die Stadtentwicklung meist der politischen Logik der Systemkonkurrenz und der gegenseitigen Abgrenzung. Die Handlungsspielräume, die es innerhalb der herrschenden Strukturen gab, wurden von Architekten, Planern und anderen Akteuren unterschiedlich genutzt. Parallel setzten sich internationale Einflüsse und zeitgeschichtliche Strömungen in beiden Teilstädten durch, etwa die Rehabilitierung...