Das Amt des Stadtschreibers geht anscheinend auf den Autor Franz-Joseph Schneider zurück, der erstmals seine Heimatstadt Bergen-Enkheim bei Frankfurt begeistern konnte, dieses zeitlich begrenzte Stipendium zu verteilen. Seitdem hat sich dieser Posten auch in anderen Städten etabliert. Seit einigen Jahren suchen ein paar Städte als Ergänzung oder als Ersatz zu diesem nach einem Stadtfotografen. Unsere Suche ergab, dass bisher Gera, Ravensburg, Koblenz, Darmstadt und Eisenach (2) in Deutschland jährlich oder zwei-jährlich unter den Bewerbern für das Amt durch eine Jury entscheiden.
Nach Außen sollen die Fotografien (durch Ausstellungen und Kataloge) das kulturelle Image der Stadt vergrößern und die Bewohner zu einer Auseinandersetzung mit ihrer persönlich-individuellen Verwurzelung anregen. Es scheint nicht ungewöhnlich, dass gerade mittelgroße Städte ein Interesse an einem solchen Posten haben. Sie sind groß genug eine eigene Identität zu bilden und müssen diese im globalen Städtekampf behaupten, aber sie sind nicht zu groß, um in mehrere Teile zu zerfallen.