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Raststätte Dreilinden am Grenzübergang Drewitz-Dreilinden (Rainer G. Rümmler, 1969-73). Der neue Besitzer des Gebäudes, Autohaus König, möchte hier bald einen Treffpunkt für Autoliebhaber errichten. Die Sanierungsarbeiten haben bereits begonnen.

Berlintipp: Zwischen Kontrollpunkt Drewitz und Dreilinden

Auf dem wöchentlichen Weg, im Zug raus aus Berlin über Wannsee, Potsdam etc. habe ich neulich den Berliner Liedermacher Reinhardt Mey gehört. Ich wunderte mich, als ich auf das Lied „Zwischen Kontrollpunkt Drewitz und der Brücke von Dreilinden“ stieß. Der Song ist neu (2024), erzählt aber von der Gefühlslage Meys auf dem letzten Stück der Transitautobahn nach Berlin vor über 30 Jahren und der Wendezeit im Allgemeinen. (Pop)kulturelle Rezeption der Transitgrenzübergänge – gibt es da noch weitere Beispiele? Raststätte Dreilinden...

Die verlorene Erinnerung: Der Rückbau der Grenzanlage in Frankfurt (Oder)

von Paula Hentschel Seit September 2012 fressen sich die gelben Abrissbagger auf der Stadtbrücke zwischen Frankfurt (Oder) und der polnischen Stadt Slubice durch einen Berg aus Glas, Stahl und Beton. Dort wird derzeit die innerstädtische Grenzanlage abgerissen. Schon bald wird damit ein wichtiges bauliches Zeugnis der europäischen Geschichte verschwunden sein und somit nicht mehr an die Zeit erinnern, in der eine EU-Außengrenze zwischen Deutschland und Polen verlief. Warum wird dieser geschichtsträchtige Ort abgerissen? Wie konnte es überhaupt dazu kommen? Und...

Buchpräsentation und Ausstellungseröffnung: Grenzarchiv Westberlin 1978/79

„1978 war die Mauer für die meisten West-Berliner kein großes Thema. Die bis heute unfassbare Realität dieser innerstädtischen Grenze war Teil der Lebenswelt geworden, so selbstverständlich wie der Kurfürstendamm oder die Philharmonie. Bei seiner mehr als 160 KM langen Grenzbegehung hat Hans W. Mende damals die Mauer und Grenzanlagen, vor allem aber die Entwicklung des Stadtraums in Grenznähe festgehalten – unaufgeregt, großformatig und mit dem für ihn typischen präzisen Blick für Zusammenhänge und Details. Heute ist die Mauer Vergangenheit, Thema...

Ausstellung „Residenzpflicht – Invisible Borders“

In der Raumerweiterungshalle kann man sich dank der Ausstellung Residenzpflicht – Invisible Borders noch bis zum 5. Juli davon überzeugen, wie sich aus einem erweiterten Architekturbegriff ein gesellschaftskritischer Ansatz entwickeln lässt. Philipp Kuebarts als Diplomarbeit an der TU Berlin entstandene Schau dokumentiert, auf welche Weise rechtliche Grenzen, aber auch Charakteristika des öffentlichen – kontrollierten – Raumes den individuellen Bewegungsraum und damit den Alltag von im Berliner Umland untergebrachten Flüchtlingen strukturieren. In Photographien und Zitaten werden diese ‚unsichtbaren Grenzen” fassbar gemacht...