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Initiative Schlossaneignung, Spuren, 2024

Schlossaneignung!

Am 13. Juni stellt sich die Initiative Schlossaneignung im Aedes Architectural Forum in Berlin vor und wird ihr erstes Projekt öffentlich bekanntgeben: einen Ideenaufruf an Künstler:innen, Architekt:innen und Gestalter:innen, Projekte zu entwickeln, wie die bislang verdrängten Dimensionen der Geschichte und des Ortes in die Fassaden des Humboldtforums eingeschrieben werden können. Neben permanenten, physischen Formen der Intervention wünscht sich die Initiative auch temporäre, performative und künstlerisch-forschende Arbeiten. Ebenso seien künstlerische Beiträge möglich, die "sich mit einer grundlegenden Änderung an der Programmierung, der Governance und dem Umgang mit den Sammlungen befassen, wenn sich diese Vorschläge auch in den Stadtraum abzeichnen" ­– denn...
Hongkong, 2019 (Foto: Studio Incendo, CC BY 2.0)

Finissage der Kyiv Perenniale am 8./9. Juni mit Protestarchitekturen

Am kommenden Wochenende, 8. und 9. Juni 2024, endet die Kyiv Perenniale. Zum Abschluss lädt die station urbaner kulturen / nGbK in Berlin-Hellersdorf am 8. Juni 2024 um 18 Uhr zur Diskussion über „Protestarchitekturen – Der Majdan und Platzbesetzungen weltweit“ ein. Darüber sprechen Oliver Elser vom Deutschen Architekturmuseum, Frankfurt am Main und Kateryna Mishchenko vom Wissenschaftskolleg zu Berlin. Es moderiert Jochen Becker von der station urbaner kulturen/nGbK Hellersdorf. Hongkong, 2019 (Foto: Studio Incendo, CC BY 2.0) Oliver Elser hat gemeinsam mit Anna-Maria Mayerhofer, Jennifer Dyck und Sebastian Hackenschmidt die Ausstellung „Protest/Architektur – Barrikaden, Camps, Sekundenkleber“ konzipiert, die derzeit im MAK in Wien eine...
Blick in Situation Ausgabe 2, Juni 2024

SITUATION. Press Release

Am Freitag, 7. Juni 2024 um 17 Uhr veröffentlicht Roundabout e.V. die zweite Ausgabe seines Magazins "SITUATION – Magazine for Spatial Issues". Der Verein und das Magazin haben es sich zum Ziel gesetzt, kritisches Denken zu ökologischen, sozialen und politischen Fragen der Raumproduktion zu fördern und das Missverhältnis "zwischen diskursiver Ebene und praktischer Umsetzung" zu thematisieren. Das Magazin möchte eine Plattform für den Austausch von Perspektiven und Standpunkten bieten und dabei zeigen, dass es selten nur eine Antwort auf eine Frage gibt. Die erste Ausgabe erschien im November 2022 unter dem Titel "Is it a Crime?". Das zweite Issue, dass...
Monu#36: New Social Urbanism

Digging deeper into the Layers of “New Social Urbanism” – A Review of MONU #36

by Guest Author Maleen Rüthers In Issue #36 of MONU "New Social Urbanism", twenty contributors paint a broader picture of what the changes of the social urban realm are actually about: concerns of responsibility and honesty, confronting facing facts of injustice and exploitation, issues of affordability and exclusion, questions of governance and organization, challenges of polarization and alienation, influences of digitality and virtuality, but also chances of new structures and discoveries to develop. Reviewing the 36th issue of MONU from a perspective of an Urban Geographer, with a background in Earth- and Environmental Sciences, my attention got caught by an...

Petition gegen den Abriss des Hochhauses An der Urania

Das Hochhaus An der Urania 4-10 (Werner Düttmann, 1964-67) soll im Januar 2024 abgerissen werden. Es droht damit nicht nur eine Ikone der Berliner Architektur verloren zu gehen, auch und insbesondere im Sinne der Nachhaltigkeit ist der Abriss eines statisch funktionsfähigen Hochhauses aus Stahlbeton schlichtweg nicht mehr zeitgemäß. Das Gebäude gehört der BIM (Berliner Immobilienmanagement GmbH) und damit dem Land Berlin. Eine Änderung der Pläne wäre also leicht möglich, Umnutzungsideen liegen auf der Hand. Die INITIATIVE an.ders URANIA hat nun eine Petition gegen den Abriss gestartet. Und außerdem eine Machbarkeitsstudie mit Umnutzungsideen vorgelegt, die auf der Internetseite der Initiative heruntergeladen werden kann. Foto:...

Endlich Denkmal! Ostmoderne U-Bahnhöfe in Berlin auf der Denkmalliste

Vor nunmehr fünf Jahren wurden – nach langem Ringen der Akteure rund um die Initiative Kerberos – 22 nachkriegs- und postmoderne U-Bahnhöfe in Berlin in die Denkmalliste aufgenommen. Allerdings zunächst nur West-Berliner Bauwerke. Diese Woche wurden endlich neun der 1973, 1988 und 1989 eröffneten Ost-Berliner Stationen der Linie U5, die die Stadtmitte mit Hellersdorf verbinden, als Denkmäler gelistet. Die geschützten U-Bahnhöfe sind Tierpark, Biesdorf-Süd, Elsterwerdaer Platz, Wuhletal, Kaulsdorf-Nord, Cottbusser Platz, Hellersdorf, Louis-Lewin-Straße und Hönow. Die zehnte Station der U5, Kienberg – Gärten der Welt, wurde bereits stark überformt und erhält daher keinen Schutz mehr. Pfeile, starke Farben und Kontraste wie...

Short List! DAM Architectural Book Award 2023!

Unser Buch "Das Kollektiv. Formen und Vorstellungen gemeinschaftlicher Architekturproduktion in der DDR" wurde vom Deutschen Architekturmuseum auf die Short List des DAM Architectural Book Award gewählt! Die 10 Preisträger sind: StadtLand Perspektiven: Für eine neue Raumkultur (in Kombination mit) StadtLand Projekte: Für eine neue Raumpraxis / M Books Architecture of the Territory – Constructing National Narratives in the Arab World / Kaph Books Atlas des Dazwischenwohnens: Wohnbedürfnisse jenseits der Türschwelle / Park Books Stadtwerdung im Zeitraffer: Die Fotografische Langzeitbeobachtung Schlieren 2005 – 2020 zeigt, wie sich das Schweizer Mittelland entwickelt / Scheidegger & Spiess System und Serie: Systembau in der Schweiz – Geschichte und...

Angst.Ekel.Scheitern. Neu und Open Access bei Urbanophil

Kreativquartier Dachauer Straße, München © Yvonne Siegmund Das Symposium Angst.Ekel.Scheitern., das im Frühjahr 2023 in der Hamburger HafenCity stattfand, sollte keine Bühne für Erfolgsgeschichten sein. Vielmehr wollten die Veranstalter:innen Yvonne Siegmund, Ulrich Bildstein und Ina Jessen die "blinden Flecken der Nachhaltigkeit" ins Licht rücken. Widersprüche, Hindernisse und Ängste im Zusammenhang mit dem Begriff Nachhaltigkeit, denen sie sich drei Tage lang multiperspektivisch, diskursiv und spielerisch widmeten. Zum Beispiel mit einer H|Wall of Shame, einem modernen Beichtstuhl für die eigenen Sünden im Umgang mit der Nachhaltigkeit. Mit Beiträgen zur Zirkularität von Material in künstlerischen und architektonischen Prozessen, mit dem Spagat zwischen Hedonismus...

»Die Fassade« von Jan Büchsenschuß

Die Fassade ist der meist diskutierte Teil eines Gebäudes. Kein Wunder, ist sie doch dessen sichtbarstes Zeichen und schnell fällen wir ein Urteil. Doch wissen wir eigentlich genug über die Geschichte und Theorie der Fassade, um wirklich sehen zu können, von was und wem sie uns erzählt? Die Fassade, so schreibt Jan Büchsenschuß in seinem neuesten Buch, ist ein architektonisches Element, dass die Leute tadeln, weil sie es nur schwer lesen können. Von diesem Gedanken ausgehend bietet der Autor einen pointierten Einstieg in das Thema und zugleich eine Grundlage zum Neudenken der Fassade.  In kurzen Essays nimmt Jan Büchsenschuß die...

Podiumsdiskussion: »Das Kollektiv« im Bücherbogen am Savignyplatz

Bücherbogen am Savignyplatz lädt uns und Das Kollektiv zu einer Buchpräsentation am 24. Februar ein! Über den Mythos des kollektiven Arbeitens in Architektur und Städtebau in der DDR sprechen ab 19:30 Uhr zwei der Autor*innen des Buches, Stephanie Herold (TU Berlin) und Harald Engler (IRS – Institut für raumbezogene Sozialforschung). Moderieren wird Jannik Noeske (IRS). Eine Möglichkeit, Fragen zu stellen. Aktuelle und historische. Nach den Ergebnissen des zugrundeliegenden Projekts zur gemeinschaftlichen Architekturproduktion in der DDR, aber auch danach, wie man selbst als Kollektiv gearbeitet hat und welche Ideen man aus den Erkenntnissen mitnehmen kann: für die Zukunft der DDR-Bauten, für...